Who you gonna call? Ghostfinder!
Ausgabe 10
In den 80ern rief man die Ghostbusters, heute ruft man die Ghostfinder. Die Bekämpfer des Paranormalen gibt es wirklich. In England halten sie unter anderem Londons Straßen geisterfrei.
Für die Gründungsmitglieder Barri und Ian sind Geister so real wie der Kater nach der Kneipentour. Zuletzt untersuchten sie im August dieses Jahres eine Londoner Kirche: Von dämonischem Gelächter während der Gottesdienste und spukenden Katzen war die Rede. Dem gingen die Ghostfinder auf dem Grund.
Immer dabei sind Aufnahmegeräte, um EVPs (Electronic Voice Phenomenon) zu erfassen. Hier setzen die Geisterjäger auf Diktiergeräte mit Flash-Speicher und USB-Anschlüssen. Genauso wichtig sind EMF-Messgeräte. Sie messen elektromagnetische Felder, die Aufschluss geben, ob ein Geist die Umgebung mit seiner Aura beeinflusst. Glasklar ist, dass eine Kamera mit muss, wie soll man Erlebnisse sonst dokumentieren?
Wissenschaftler schütteln den Kopf: In Experimenten fand man heraus, dass Magnetfelder tatsächlich etwas mit geisterhaften Erscheinungen zu tun haben! Leider anders als die Geisterjäger denken. Im Labor simulierte man mit Helmen Magnetfeldänderungen und konnte so die Hirnströme von Menschen beeinflussen. Das Resultat waren Wahrnehmungsstörungen.
Die Ghostfinder wehren derartige Theorien ab. In der Kirche konnten sie mithilfe einer Seance nach eigenen Ansichten einige Geister aufstöbern und sogar Videos für Youtube erstellen. Ein Tisch beginnt plötzlich zu wackeln und geisterhaftes Weinen dringt urplötzlich durch den Raum. Spukt es tatsächlich?
Kritisch geben die Ghostfinder zu, dass es schwer ist, Beweise für ihre Arbeit aufzutreiben und lassen zweifelhafte Photos nachuntersuchen. Aus der Kirche bringen sie trotzdem ansehenswertes Material mit, das sie auf ihrer Website bereitstellen.
Übrigens: Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich bewerben. Die Ghostfinder suchen ständig neue Trainees, mit denen sie in England oder Deutschland auf die Jagd gehen können. Reich wird man als Geisterjäger allerdings nicht. Im Gegensatz zu Egon, Peter, Ray und Winston aus dem „Ghostbusters"-Film nehmen die Ghostfinder außer Anfahrtskosten keinen Obulus.
Links:
http://www.ghostfinder.co.uk/index.html
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